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Tachles | Drucken |
Mittwoch, 20. Mai 2009 um 09:00

Aufklärer

Der "Tages-Anzeiger" bezeichnete ihn als "Jahrhundert-Persönlichkeit" gemeinsam mit Fritz Morgenthaler und seiner Frau Goldy Parin-Mattèy hat Paul Parin in den sechziger Jahren die Ethnopsychoanalyse begründet und Zürich zu einem Zentrum für die Psychoanalyse gemacht.

Parin wurde 1916 im heutigen Slowenien geboren - mit einem Schweizer Pass, was ihm später die Ausreise ermöglichen sollte. Ab 1938 lebt er in Zürich, 1943 schloss er sein Medizinstudium ab, und von 1944 bis 1946 wirkte er als Chirurg bei den jugoslawischen Partisanen. Berühmt wurde Parin mit Büchern wie "Die Weissen denken zu viel" und "Fürchte Deinen nächsten wie dich selbst". In seinen Publikationen stellte Parin nicht zuletzt grosse schriftstellerisches Können unter Beweis; nicht nur in dieser Hinsicht sah er sich ganz in der Tradition Sigmund Freuds. Als Aufklärer und Intellektueller äusserte er sich bis ins hohe Alter mit Scharfsinn zu aktuellen Themen. In der Nacht auf Montag ist Paul Parin nun im Alter von 92 Jahren in Zürich verstorben.

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