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Freitag, 22. Mai 2009 um 08:00

Paul Parin, 92

Sein Buch "Die Weißen denken zu viel" entsprach dem Zeitgeist der 68er-Bewegung und machte ihn zu einer Ikone der Linken. Aufgewachsen als Sohn eines jüdischen Großgrundbesitzers in Slowenien, war er gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Arzt bei jugoslawischen Partisanen.

1952 eröffnete Parin in Zürich eine psychoanalytische Praxis, mit der er sich in seiner vier Jahrzehnte währenden Tätigkeit einen legendären Ruf erarbeitete. Zusammen mit seiner Frau Goldy Parin-Matthèy und seinem Weggefährten Fritz Morgenthaler bereiste er mehrfach Westafrika, um Studien auf ethno-psychoanalytischem Gebiet zu betreiben. Dem Trio gelang der Beweis, dass sich die Psychoanalyse auch zum Verständnis fremder Kulturen eignet. Paul Parin starb am 18. Mai in Zürich.

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